Home-Office:Banken prüfen Workation

Mehrere deutsche Banken überlegen, ob sie Home-Office auch im Ausland erlauben sollen. Mitarbeiter von BayernLB und DZ Bank dürfen heute schon Workation machen - der Begriff ist eine Kombination der beiden englischen Worte für Arbeiten und Urlaub. Aktuell befasst sich die DekaBank mit Workation und plant, im Laufe dieses Jahres "die Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten im Ausland zu schaffen", sagte eine Sprecherin zu Bloomberg News. Auch die LBBW arbeitet nach eigenen Angaben an einer Regelung zu Workation. Die Helaba erklärte, sie prüfe die Möglichkeit zum Home-Office im Ausland. Bei der BayernLB ist Workation bereits seit August vergangenen Jahres in ausgewählten Staaten der Europäischen Union möglich. Pro Jahr stehen bis zu 20 Tage zur Verfügung, wobei maximal zehn Tage am Stück genommen werden dürfen. Die Tochter DKB erlaubt sogar 30 Tage im Jahr. Bei der DZ Bank können Mitarbeiter in Ausnahmefällen bis zu 18 Tage pro Jahr aus dem EU-Ausland arbeiten, sofern die Führungskraft zustimmt. Laut Unternehmensberater EY hat die Pandemie gezeigt, dass Home-Office - unabhängig vom Land - keine Effizienzverluste bringe. Dagegen erhöhe sich die Mitarbeiterzufriedenheit deutlich. Unternehmen müssen heute gute Gesamtangebote an Mitarbeiter machen, um im Ringen um die besten Leute zu bestehen. In der Bankenbranche werden zwar insgesamt Jobs abgebaut, dennoch gibt es in bestimmten Bereichen Personalengpässe. Laut der DZ Bank sind besonders Spezialisten für Compliance, Sustainable Banking und Zahlungsverkehr heiß begehrt. Allein im dritten Quartal 2022 schrieb die Bankenbranche in Deutschland fast 30 000 Jobs aus und damit 26 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum, wie Daten des Berliner Personalspezialisten Index Gruppe zeigen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: