Martin Keller, 60, hat viele Jahrzehnte in den USA gelebt und zuletzt ein Forschungszentrum für erneuerbare Energien geleitet. Seit November ist er Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft mit rund 48 000 Mitarbeitenden und 18 Forschungszentren. Zur Gemeinschaft gehören das Forschungszentrum Jülich, das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Karlsruher Institut für Technologie. Es sei schon eine Umstellung gewesen, wieder in Deutschland zu leben, sagt Keller. „Es dauert hier alles länger, manches ist komplizierter.“ Was das für Wirtschaft und Forschung bedeutet? Zeit für ein Gespräch, kurz bevor sich die führende Industrie von diesem Montag auf der Hannover-Messe trifft.
Industrie„Wir müssen zurück zu einer Kultur des Machens“
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Martin Keller, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, hat lange in den USA gelebt. Zurück in Deutschland ist er nun erstaunt: darüber, wie man hierzulande eigene Stärken verkennt und jedes Risiko meidet.
Interview von Elisabeth Dostert