Statistisches BundesamtFünf Millionen Menschen können Wohnung nicht ausreichend heizen

5,3 Millionen Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr nach eigener Einschätzung nicht genug Geld gehabt, um ihre Wohnung angemessen zu heizen.
5,3 Millionen Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr nach eigener Einschätzung nicht genug Geld gehabt, um ihre Wohnung angemessen zu heizen. Hendrik Schmidt/dpa

Das seien etwa 6,3 Prozent der Bevölkerung, teilt das Statistische Bundesamt mit. Der Anteil sei allerdings gegenüber dem Vorjahr kleiner geworden.

In Deutschland haben im vergangenen Jahr etwa 5,3 Millionen Menschen aus Kostengründen ihre Wohnung nicht ausreichend geheizt. Das seien etwa 6,3 Prozent der Bevölkerung gewesen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Der Anteil sei allerdings binnen Jahresfrist kleiner geworden: 2023 verzichteten demnach noch 8,2 Prozent der Bevölkerung aus finanziellen Gründen darauf, ihre Wohnung angemessen warmzuhalten.

Auch sei der Bevölkerungsanteil, der unfreiwillig in kalten Räumen lebt, in Deutschland kleiner als im Durchschnitt der Europäischen Union: EU-weit seien 2024 fast ein Zehntel (9,2 Prozent) der Bevölkerung nicht in der Lage gewesen, ihre Wohnung ausreichend zu heizen. 2023 hatte dieser Bevölkerungsanteil in der Staatengemeinschaft mit 10,6 Prozent noch höher gelegen. Am höchsten war der Anteil 2024 in Bulgarien und Griechenland mit jeweils 19 Prozent, gefolgt von Spanien (17,5 Prozent) und Frankreich (11,8 Prozent).

Heizen wurde in den vergangenen Jahren stetig teurer. Zwischen 2020 und 2024 legten die Preise für im Haushalt benötigte Energie demnach um 50,3 Prozent zu und damit noch deutlich stärker als die Verbraucherpreise insgesamt, die um 19,3 Prozent anzogen.

Zum aktuellen Preisniveau für sogenannte Haushaltsenergie teilt das Statistische Bundesamt mit, im September dieses Jahres hätten Verbraucherinnen und Verbraucher dafür 1,9 Prozent weniger zahlen müssen als im September 2024. Im selben Zeitraum seien die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent gestiegen.

© SZ/epd/dpa/dta - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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