Am Ende mussten sogar Menschen mit Behinderung herhalten, als es um die angeblichen Vorteile von virtuellen Hauptversammlungen (HV) ging. Solche Online-Formate seien "barrierefreier" als Präsenzveranstaltungen, hieß es etwa beim Reisekonzern Tui. Und natürlich bemühten nicht nur Tui, sondern auch Dax-Schwergewichte wie Siemens, Allianz und Eon oder am Freitag auch der Handelskonzern Metro alle möglichen Argumente gegen Präsenz-Versammlungen: die Nachhaltigkeit etwa, weil niemand anreisen müsse, aber auch geringere Kosten, und nicht zu vergessen, die Ansteckungsrisiken.
MeinungVirtuelle HauptversammlungenDie Unternehmen missachten die Aktionärsdemokratie
Kommentar von Meike Schreiber
Lesezeit: 2 Min.

Für viele Vorstands- und Aufsichtsratschefs sind virtuelle Hauptversammlungen praktisch. Damit können sie kritische Aktionäre auf Distanz halten. Doch das schadet der Aktionärsdemokratie und kann sich rächen.
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