Hauptversammlung bei Praktiker:Zwei Aufsichtsräte treten zurück

Zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der hoch verschuldeten Baumarktkette Praktiker sind zurückgetreten und machen den Weg für Vertreter der Großaktionärsgruppe um die Wiener Privatbank Semper Constantia frei. Im Gegenzug erklärte die Vertreterin der Hauptaktionäre, das Sanierungskonzept des Vorstandes doch mitzutragen.

Der Baumarktkonzern Praktiker hat sich auf einer dramatischen Hauptversammlung mit seinen wichtigsten Aktionären auf einen Kompromiss zur Sanierung geeinigt.

Die Fondsmanagerin Isabella de Krassny als Vertreterin der Hauptaktionäre Maseltov und Semper Constantia erklärte nach langem Ringen am Mittwochabend, sie trage das Sanierungskonzept des Vorstands nun doch mit. Im Gegenzug ersetzt Praktiker auf Druck der Aktionäre zwei Aufsichtsratsmitglieder durch Kandidaten von de Krassny.

Unter anderem gibt der vor Kurzem aus dem Aufsichtsrat an die Vorstandsspitze delegierte Praktiker-Chef Kay Hafner nach Firmenangaben seinen Aufsichtratsposten auf. Und für den Vorstand sollen weitere Mitglieder gesucht werden, für die Sparten Einkauf sowie Vertrieb.

Der Vorstand hatte erklärt, falls sein Sanierungsplan nicht von den Aktionären gebilligt werde, müsse das Unternehmen Insolvenz anmelden.

© Süddeutsche.de/Reuters/dpa/mane/segi
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