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Hauptstadtflughafen:Kaputte Türen verzögern Start des BER

Presserundgang Baustelle Hauptstadtflughafen BER

Auch in 2017 wird es nichts mit einer Eröffnung des BER.

(Foto: dpa)
  • Wieder sind es technische Probleme: Defekte Türen und Sprinkleranlagen verhindern ein Eröffnung des Hauptstadtflughafens in diesem Jahr.
  • Der BER wird dringend gebraucht. Denn die Passagierzahlen in Berlin sind so hoch wie nie.

Die für November geplante Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER ist definitiv nicht mehr möglich. Auf der Baustelle gibt es neue Probleme, die intern erst zum Jahreswechsel bekannt wurden. Die Mängel betreffen die Steuerung von zahlreichen Türen im Hauptterminal des Flughafens. Sie müssen zum Teil neu verkabelt werden. Es ist offenbar nicht absehbar, wie lange das dauern wird. Zudem gibt es unerwartete Probleme mit Teilen der Sprinkleranlage.

Noch ist unklar, um wie viele Monate die neuen Probleme am BER dessen Start verzögern. Die Eröffnung des Hauptstadtflughafens im Herbst 2017 galt schon seit längerem als höchst unwahrscheinlich. Bereits zum Jahreswechsel hatte der Geschäftsführer des Flughafens, Karsten Mühlenfeld, mitgeteilt, dass die restlichen Arbeiten für die Fertigstellung des BER stagnieren. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), sprach aber Anfang Januar davon, dass es noch eine Chance gebe, in diesem Jahr zu eröffnen.

Der BER wird dringend gebraucht

Für einen Start in diesem Jahr hätten die ohnehin verzögerten Bauarbeiten allerdings bis Ende Januar abgeschlossen sein müssen. Zudem wartet der BER noch auf eine letzte ausstehende Baugenehmigung, den sogenannten sechsten Nachtrag. Er soll Ende Januar erteilt werden. Es wird erwartet, dass der Aufsichtsrat des Flughafens die Verschiebung bei seiner nächsten Sitzung verkündet - es wäre bereits das fünfte Mal. Ursprünglich sollte der Flugbetrieb am BER im Jahr 2011 starten.

Aufsichtsratschef Müller äußerte sich bisher nicht zu den neuen Problemen beim Hauptstadtflughafen. Der BER wird dringend gebraucht, weil die beiden derzeitigen Flughäfen die zunehmenden Passagierzahlen kaum bewältigen können. In Tegel und auf dem alten Schönefelder Flughafen starteten und landeten im vergangenen Jahr 32,9 Millionen Passagiere, so viele wie nie zuvor.