Hartz IV:Studie: Sanktionen verstärken psychosoziale Probleme

Lesezeit: 3 min

Agentur für Arbeit: Eine Person vor einem Jobcenter

Mitarbeiter von Jobcentern sehen Sanktionen mitunter als letztes legitimes Mittel, Hartz-IV-Empfänger empfinden sie hingegen als Belastung.

(Foto: Future Image/imago)

Nachdem Hartz-IV-Empfängern 17 Jahre lang bei Terminversäumnissen der Regelsatz gekürzt werden konnte, zeigt eine Studie, dass die Sanktionen wohl mehr schaden als nützen.

Von Helena Ott

An diesem Mittwoch soll der Gesetzesentwurf zum geplanten Bürgergeld in der Regierung verabschiedet werden. Kurz vorher wird der Umgang mit Empfängern von Grundsicherung noch einmal kontrovers diskutiert. Neben der Erhöhung der Regelsätze um 50 Euro geht es dabei auch um die Sanktionen. In der Debatte zur Reformierung von Hartz IV kamen immer wieder Jobcenter-Mitarbeiter zu Wort, die konstatierten, dass Sanktionen häufig das letzte Mittel seien, um überhaupt persönlichen Kontakt zu ihren Kunden herzustellen. Viele, die selbst noch nicht mit Hartz IV in Berührung kamen, äußerten die Angst, Arbeitslose würden es sich ohne Sanktionen erst recht in der sozialen Hängematte bequem machen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Krieg in der Ukraine: Zerstörte Panzer bei Kiew
Krieg gegen die Ukraine
Die besondere Expertise des BND
Arbeitskultur
Du bist nicht dein Job
Digitale Welt und Psyche
Mehr, mehr, mehr
Nachruf auf Dietrich Mateschitz
Voller Energie
SZ-Magazin
Patti Smith im Interview
"Ich gehe mit den Verstorbenen, die ich liebe, durchs Leben"
Zur SZ-Startseite