Messe Gamescom in KölnGaming-Branche macht mehr Umsatz

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Ein Kunde in Tokio hat sich die neue Spielekonsole von Nintendo gekauft.
Ein Kunde in Tokio hat sich die neue Spielekonsole von Nintendo gekauft.
Louise Delmotte/AP/dpa

Die neue Spielekonsole von Nintendo beflügelt das Geschäft mit Hardware. Es fehlen allerdings Blockbuster-Spiele – noch.

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Dank einer starken Nachfrage nach Konsolen hat das Gaming-Geschäft in Deutschland angezogen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben im ersten Halbjahr rund 4,6 Milliarden Euro für Games, Hardware und Gaming-Dienste ausgegeben und damit vier Prozent mehr als im Vergleichszeitraum, teilte der Verband Game vor der Gamescom mit, die in der kommenden Woche in Köln beginnt. Bei der weltgrößten Messe für Computer- und Videospiele erwarten die Veranstalter mehr als 1500 Aussteller.

Die Marktsegmente entwickelten sich allerdings unterschiedlich: Der Verkauf von Hardware zog den Angaben zufolge um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro an – das lag auch an dem Verkaufsstart der Spielekonsole Nintendo Switch 2. Bei Computer- und Videospielen hingegen verbuchten die Firmen ein kleines Minus von zwei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Das begründete der Verband damit, dass in dem Zeitraum nur wenige Blockbuster-Spiele neu herauskamen. „Die kommen erst in den nächsten Monaten und werden den Umsatz im Bereich Gaming nach oben treiben“, so Verbandsgeschäftsführer Felix Falk. Das dritte Marktsegment, die Online-Gaming-Dienste wie etwa Cloud-Funktionen, legte leicht zu.

Mehr als die Hälfte der Deutschen, 52 Prozent, spielt zumindest hin und wieder elektronische Spiele. Das hat eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben, für die etwa 1200 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt wurden. Gaming ist dabei in allen Altersgruppen verbreitet. Bei den 16- bis 29-Jährigen spielen 87 Prozent Videospiele. Aber auch unter den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren widmen sich inzwischen 20 Prozent zumindest gelegentlich dem Gaming. Überraschend vielleicht und entgegen dem Klischee: Weibliche Gamer liegen bei der täglichen Spieldauer mit durchschnittlich 2,2 Stunden vor den Männern, die nur 1,9 Stunden täglich spielen.

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