Hans-Olaf HenkelDer Euro-Sarrazin

Hans-Olaf Henkel sorgt für viel Aufregung, indem er eine Aufteilung der Euro-Zone in Nord- und Süd-Euro befürwortet. Doch der frühere BDI-Chef ist bekannt für seine Provokationen. Ein Überblick in Bildern.

In diesen Tagen tourt Hans-Olaf Henkel (im Bild auf dem Bundespresseball mit seiner Frau Bettina, links, und deren Schwester Almut) mal wieder durchs Land. Sein neues Buch erscheint, und da ist es nicht verkehrt, parallel lautstark eine knackige These zu verbreiten. Sein Standardspruch: Weil der Euro nicht stabil sei, müsse die Euro-Zone geteilt werden, in einen Nord-Euro und einen Süd-Euro. Die nördliche Währungs-Hemisphäre sollte Länder umfassen, die sich der Stabilität und der Haushaltsdisziplin verpflichtet fühlen. Die Südländer könnten mit einem Euro leben, der mehr Inflation in Kauf nähme, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Beide Währungen könnten von der Europäischen Zentralbank parallel gesteuert werden. Die Antwort, wo die Nord-Süd-Grenze verlaufen solle, blieb Henkel schuldig - als "Euro-Sarrazin" fühlt er sich trotzdem.

Bild: Getty Images 1. Dezember 2010, 07:432010-12-01 07:43:08 © sueddeutsche.de/aum/mel