Handel - Dinslaken:Blumen landen massenweise im Müll: Kaum Nachfrage

Agrar
Gelbe Narzissen und Tulpen blühen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Dinslaken (dpa) - Viele Blumenzüchter müssen ihre Ware wegen der Corona-Krise derzeit entsorgen. "Wir kippen jetzt massenweise Tulpen, Primeln und Ranunkeln in den Müll", sagte Norbert Engler, Vorstandsvorsitzender des Verbands des Deutschen Blumen-Großhandels, der Deutschen Presse-Agentur. Der Umsatz sei derzeit auf etwa 20 Prozent vom Normalzustand abgesackt.

Obwohl Menschen mit Garten oder Balkonen prinzipiell Bedarf nach Pflanzen haben könnten, sei die Nachfrage sehr zurückhaltend. "Selbst Zimmerpflanzen werden vernichtet, weil der Absatz einfach nicht da ist. Es sieht sehr schlecht aus", so Engler. Weiterer Grund für den Rückgang ist dem Verband mit Sitz in Straelen zufolge auch die Tatsache, dass viele Anlässe, zu denen man sonst Blumen schenkt, als größere Feiern ausfallen - etwa Hochzeiten, Kommunionen, Konfirmationen, Geburtstage oder Beerdigungen.

In einigen Bundesländern sind außerdem Blumenläden und Baumärkte für Privatkunden geschlossen, sodass der normale Verkaufsweg gar nicht mehr möglich ist. In Supermärkten blieben viele Blumenständer leer, da dort häufig Schnittblumen aus Afrika verkauft würden, sagte Engler. Für diese seien vielfach die Transportwege abgeschnitten.

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