MeinungKlimaschutzDie Umstellung auf grünen Wasserstoff braucht mehr Pragmatismus und weniger Regeln

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Kommentar von Björn Finke, Düsseldorf

Lesezeit: 2 Min.

Thyssenkrupps Hochöfen schaden dem Klima. Doch sie mit klimafreundlichen Anlagen zu ersetzen, erweist sich als schwierig.
Thyssenkrupps Hochöfen schaden dem Klima. Doch sie mit klimafreundlichen Anlagen zu ersetzen, erweist sich als schwierig. Lars Heidrich/IMAGO/Funke Foto Services

Stahlkonzerne wie Thyssenkrupp zweifeln daran, dass sie ihre Werke auf klimafreundlichen Wasserstoff umstellen können. Das ist eine dramatische Entwicklung. Die Politik muss gegensteuern.

Wenn selbst Milliardensubventionen nicht mehr ausreichen, ist die Lage ernst. Äußerst ernst. Deutschlands größter Stahlkonzern Thyssenkrupp Steel Europe hat von Bund und Land zwei Milliarden Euro Fördermittel zugesagt bekommen, um im Duisburger Werk eine sogenannte Direktreduktionsanlage zu bauen und zu betreiben. Der 135 Meter hohe Turm soll einen klimaschädlichen Hochofen ablösen. Anstatt mit Koks und Kohle gewinnt er Roheisen mithilfe von Ökostrom und klimafreundlich erzeugtem Wasserstoff. Aber der Vorstand der kriselnden Firma stellt das Projekt nun infrage, wegen der Befürchtung, dass der Wasserstoff zu teuer sein wird.

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