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Grüne Woche: Wirtschaftsfaktor Haustier:Kleinvieh macht auch Geld

Tierpsychologen, Schönheits-OP, Frisiersalons, Hunde-Bestattungen: Das Heimtier-Geschäft boomt wie nie zuvor. Mehr als drei Milliarden Euro geben die Bundesbürger für ihre Haustiere aus.

Tierliebe kann ganz schön teuer sein. Mehr als 2,3 Milliarden Euro geben die Bundesbürger jährlich für Tierfutter aus, schätzt Detlev Nolte vom Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Der große Gewinner: die Tierfutterindustrie.

Welche Länder auf den Hund gekommen sind: Prozentsatz der Haushalte mit Vierbeiner.

(Foto: Grafik: VDH)

Doch abseits davon hat sich - neben Hundeschulen und Tierheimen - ein riesiger Markt entwickelt: mit Pensionen, Taxis, Sanatorien, Frisiersalons, Boutiquen, Gourmettempeln und Friedhöfen.

Insgesamt sind rund 3,15 Milliarden Euro im vergangenen Jahr in Deutschland für die Haltung und Pflege von Haustieren ausgegeben worden, sagt der Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands (ZFF), Klaus Oechsner. Davon entfielen bundesweit 817 Millionen Euro auf Heimtierzubehör wie Heu und Streu, Käfige, Spielsachen und Leckerli.

Damit liegt Deutschland dem ZFF zufolge auf Platz drei im Vergleich zu den europäischen Nachbarn. Großbritannien investierte 4,1 Milliarden Euro in Heimtiere, gefolgt von Frankreich mit 3,4 Milliarden Euro.

Insgesamt gibt es - Fische und Terrarien-Ameisen nicht mitgezählt - in Deutschland 23,2 Millionen Heimtiere. In jedem dritten Haushalt lebt somit ein Tier.