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Großbritannien: Leitzins bleibt auf Rekordtief

Die britische Notenbank hält an ihrer Krisenpolitik fest und hat weitere Lockerungen in Aussicht gestellt. Das Gesamtvolumen der Wertpapierkäufe bleibe unverändert bei 745 Milliarden Pfund (814 Milliarden Euro), wie die Bank of England am Donnerstag mitteilte. Der Leitzins verharrt auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent. Volkswirte hatten mit den Entscheidungen gerechnet. Die Notenbank machte aber deutlich, dass sie angesichts der Corona-Krise auch über negative Zinsen nachdenkt. Die Entscheidungen am Donnerstag seien einstimmig getroffen worden, hieß es von der Bank. Der Konjunkturausblick sei unsicher. Die jüngsten Konjunkturdaten seien zwar ein wenig stärker als erwartet ausgefallen. Die Phase einer hohen Arbeitslosigkeit könne aber länger andauern, als bisher angenommen. Großbritannien leidet derzeit unter einem Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus. Zudem haben sich die Fronten bei den Brexit-Verhandlungen verhärtet. Es droht ein Ausscheiden Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt ohne Abkommen. Die Währungshüter bezeichneten dies als eine Hauptgefahr.

© SZ vom 18.09.2020 / dpa

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