bedeckt München 18°
vgwortpixel

Großbritannien:Baristas hinter Gittern

Im Gefängnis in Aylesbury, gut 50 Kilometer nordwestlich von London, sind junge Männer mit besonders langen Haftstrafen untergebracht. Bei guter Führung dürfen sie eine Ausbildung machen.

(Foto: PR)

Britische Gefängnisse sind überfüllt, Häftlinge finden nach der Entlassung keinen Job und werden rückfällig. Ein Deutscher hat eine Kaffeerösterei eröffnet, um aus Sträflingen Bohnenspezialisten zu machen.

Es riecht leicht nach verbranntem Toast. Der Geruch geht aber nicht von kokelndem Weißbrot aus, sondern von Kaffeebohnen, die in einer großen Apparatur in der Mitte des Raumes geröstet werden. Lärmend dreht sich die kupferne Rösttrommel des Geräts. An einer Wand sind 60-Kilo-Säcke Rohkaffee auf einer Palette gestapelt. Direkt am Eingang steht ein Tresen, dahinter hantieren junge Männer an Kaffeemaschinen. Die Tafel vor der Theke gibt die Preise an. Egal ob Espresso, Cappuccino oder Latte - alles kostet 1,50 Pfund, etwa 1,65 Euro. Das ist billig, sehr billig. Doch dieses kleine Café samt Rösterei ist auch kein gewöhnlicher Betrieb: Der gekachelte Raum befindet sich in einem Flügel des Jugendgefängnisses Aylesbury.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Freundschaft
Mann, bist du einsam
Teaser image
US-Psychologe im Interview
"Bei Liebeskummer ist Hoffnung nicht hilfreich"
Teaser image
Beziehung und Partnerschaft
Verlieben in Zeiten des Tinder-Wahnsinns
Teaser image
Psychologie
Was einen guten Therapeuten ausmacht
Teaser image
Bas Kast über Ernährung
"Das Problem ist nicht das Dessert"