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Gorillas:Verwaltung halbiert

Der Lebensmittel-Lieferdienst Gorillas trennt sich von der Hälfte seiner Verwaltungsmitarbeiter. 300 von 600 müssen gehen, über alle Standorte hinweg. Das teilte das Berliner Start-up mit. Die Fahrerinnen und Fahrer seien vom Stellenabbau nicht betroffen. Gorillas will eigenen Angaben zufolge mit dem Schritt vor allem Kosten sparen, um langfristig profitabel zu werden. Rasantes Wachstum sei somit kein strategisches Ziel mehr. Fortan soll sich das Geschäft auf die fünf Kernmärkte Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und die USA konzentrieren. Bislang ist Gorillas darüber hinaus in Italien, Spanien, Dänemark und Belgien aktiv. Wie es auf diesen Märkte weiter gehe, werde geprüft, hieß es. Bei Gorillas können Kundinnen und Kunden per App Supermarktprodukte bestellen. Das Unternehmen verspricht die Lieferung innerhalb von zehn Minuten. Dafür betreibt Gorillas ein dichtes Netz an Warenlagern in den Städten, von denen aus die Produkte ausgeliefert werden. Das Unternehmen ist immer wieder wegen Konflikten mit seinen Fahrerinnen und Fahrern in die Schlagzeilen geraten. Diese kritisierten vor allem die Arbeitsbedingungen.

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SZ vom 25.05.2022 / dpa
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