Das Wetter entscheidet darüber, ob es für David Depenau ein guter oder ein schlechter Tag wird. Wenn die Sonne am Weissenhäuser Strand an der Ostsee scheint, so wie an diesem heißen Sommertag Anfang August, beschweren sich die Menschen weniger: Sie sitzen dann mit einem Aperol Spritz an der Bar im Schatten oder liegen mit einem Buch am Strand, die Kinder toben im Wasser. Idylle im Ferienparadies. Regnet es dagegen, was an der Ostsee nicht selten vorkommt, greifen die Gäste häufiger zum Handy. Sie öffnen dann Google, Holidaycheck oder eine andere Bewertungsplattform und tippen ein, was ihnen gerade durch den Kopf geht. Häufig ist es, passend zum Wetter, etwas Miesepetriges. Für David Depenau hängt die Sache mit den Sternen also stark von der Tagesform seiner Gäste ab. So sieht er das zumindest.
Google-BewertungenWenn die Sterne heimlich verschwinden
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Nirgendwo lassen Hotels und Restaurants so viele schlechte Bewertungen entfernen wie in Deutschland. Können die Gastronomen nicht mit Kritik umgehen? Oder meckern die Deutschen nur besonders viel rum?
Von Kerstin Bund, Sonja Salzburger und Paulina Würminghausen