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Alphabet:Google-Gründer Page und Brin geben Unternehmensführung ab

Sergey Brin, Larry Page

Sergey Brin (l.), und Larry Page im Jahr 2008.

(Foto: AP)
  • Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin ziehen sich mit sofortiger Wirkung aus dem operativen Geschäft des Mutterkonzerns Alphabet zurück.
  • Neuer Vorstandschef des Internetriesen wird Google-Chef Sundar Pichai.
  • Page und Brin sollen jedoch ihre Posten im Verwaltungsrat des Konzerns behalten.

Unternehmensgründer Larry Page tritt als Vorstandschef beim US-Internetriesen Alphabet zurück. Zum Nachfolger wurde Sundar Pichai ernannt, der bislang die Tochter Google führt. Das teilte der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Mountain View mit. Pichai wird demnach künftig sowohl als Vorstandschef von Alphabet als auch von Google agieren.

Zudem gab der US-Online-Gigant bekannt, dass sich auch Mitgründer und Präsident Sergey Brin aus dem Management zurückziehen wird. Page und Brin sollen jedoch ihre Posten im Verwaltungsrat behalten, der dem Vorstand übergeordnet ist. Die Personalwechsel erfolgen mit sofortiger Wirkung. Anleger nahmen die News gelassen auf, am Aktienmarkt gab es nachbörslich zunächst kaum eine Reaktion.

Brin und Page schrieben in einem Blogeintrag, das Unternehmen habe sich weiterentwickelt und sei gereift, seit sie es 1998 im Silicon Valley gegründet hatten. "Heute, im Jahr 2019, wäre das Unternehmen, wenn es eine Person wäre, ein junger 21-jähriger Erwachsener und es wäre Zeit, das Nest zu verlassen", schrieben sie.

Page und Brin halten weiter mehr als 50 Prozent der Stimmanteile

Brin und Page hatten sich bereits in den vergangenen Monaten zunehmend aus dem Tagesgeschäft von Alphabet zurückgezogen. Sie kamen nicht mehr zu den wöchentlichen Frage- und Antwortstunden mit den Angestellten und Page war auch nicht bei der Aktionärsversammlung im Sommer, obwohl er noch Vorstandschef war.

Die beiden würdigten ihren Nachfolger Pichai für seine Arbeit in den vergangenen Jahren und versprachen, sich auch als Verwaltungsräte und Aktionäre aktiv an Alphabet zu beteiligen. Gemeinsam halten sie nach wie vor mehr als 50 Prozent der Stimmanteile an Alphabet, wie aus Unterlagen hervorgeht, die im April bei der Finanzaufsichtsbehörde SEC eingereicht wurden. Alphabet ging 2015 aus einer Umstrukturierung des Google-Konzerns hervor.

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