Reden wir über Geld„Ich habe mich geschämt, dass meine Familie mit Gold Geld verdient hat“

Lesezeit: 8 Min.

Die Unternehmerin Guya Merkle in ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg.
Die Unternehmerin Guya Merkle in ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg.
Friedrich Bungert

Guya Merkle ist Schmuckunternehmerin und will die Bedingungen in den Goldminen verbessern. Ein Gespräch über das Scheitern – und die Frage, ob man für Schmuck noch echtes Gold braucht.

Interview von Gunnar Herrmann und Valerie Höhne

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Guya Merkle empfängt in ihrer Altbauwohnung in Berlin, sie kommt gerade aus dem Urlaub, ihre Kinder spielen im Nebenzimmer. Auf dem langen Esstisch stehen getrocknete Erdbeeren und Nüsse bereit. Merkle hat 2007 das erfolgreiche Schmuckunternehmen ihres Vaters übernommen, als dieser überraschend starb. Das Unternehmen ging pleite, aber Merkle beschäftigte sich weiter mit Gold. Sie gründete eine gemeinnützige Stiftung, um die Situation in den Goldminen insbesondere in Uganda zu verbessern, und 2015 schließlich wieder ein Schmuckunternehmen. In diesen Tagen erscheint ihr Buch über den Goldabbau. Es heißt: „Wie viele Leben kostet ein Karat?“

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