KontokündigungWenn eine niedersächsische Sparkasse Angst vor Donald Trump hat

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Die Sparkasse hat in Göttingen ein Konto der linken Gruppierung Rote Hilfe gekündigt.
Die Sparkasse hat in Göttingen ein Konto der linken Gruppierung Rote Hilfe gekündigt. (Foto: Torsten Krüger/Imago/Imagebroker)

Warum wurde dem antifaschistischen Verein Rote Hilfe das Konto gekündigt? Interne Unterlagen zeigen: Die Sparkasse Göttingen beklagt Mehraufwand und befürchtet vor allem, den Zugang zum internationalen Zahlungsverkehr zu verlieren.

Von Sebastian Erb und Meike Schreiber, Berlin/Frankfurt

Fragt man die Sparkasse Göttingen, warum sie dem linksgerichteten Verein Rote Hilfe nach mehr als zwölf Jahren Kundenbeziehung unlängst das Konto gekündigt hat, betont ein Sprecher von sich aus: Die Sparkasse müsse auch Parteien, Gruppen und Personen ein Konto zur Verfügung stellen, „mit deren Einstellungen wir in keiner Weise übereinstimmen“. In diesem Fall handelt es sich um einen Verein, der politisch motivierte Straftäter ideell und finanziell unterstützt und der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Ziemlich sicher also stimmt die Sparkasse nicht mit der Einstellung des Vereins überein. Gekündigt hat sie nun aber trotzdem. Warum also dieser seltene und krasse Schnitt? Zum konkreten Fall will der Sprecher nichts sagen, Datenschutz.

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