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Glyphosat:Vor der Einigung

Bayer - Glyphosat-Streit

Pestizide mit dem Wirkstoff Glyphosat in einem Baumarkt in San Francisco.

(Foto: Haven Daley/dpa)

Der Dax-Konzern Bayer steuert nach einem US-Medienbericht auf einen Vergleich mit US-Klägern zu.

Bayer steuert im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken von Glyphosat-Unkrautvernichtern laut einem US-Zeitungsbericht auf eine Lösung zu. Das Unternehmen habe sich mit sechs Anwaltskanzleien, die im Auftrag Zehntausender Kläger verhandelten, auf einen Vergleichsentwurf geeinigt, schrieb das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Der Kompromiss sehe eine Zahlung in der Größenordnung von zehn Milliarden Dollar vor. Die Dimension entspräche in etwa den Markterwartungen. Bayer erklärte, dass die Verhandlungen andauerten und das Unternehmen keine Spekulationen kommentieren könne. Der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern hatte sich 2018 mit dem über 60 Milliarden Dollar teuren Kauf des US-Saatgutriesen Monsanto enorme Rechtsrisiken aufgeladen. Zuletzt war Bayer laut eigenen Angaben mit rund 48 600 US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Produkten mit dem Wirkstoff Glyphosat konfrontiert. Die Klagewelle hat den Konzern nicht nur an der Börse stark unter Druck gebracht.

© SZ vom 16.03.2020 / dpa

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