Glyphosat:Sieg gegen Monsanto

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Die Bayer-Tochter muss einem krebskranken Patienten 289 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen, weil sie nicht ausreichend über die Risiken des Herbizids aufgeklärt hat. Das Urteil ist erst der Anfang.

Von Elisabeth Dostert

Den Kaufpreis von knapp 63 Milliarden Dollar für den US-Konzern Monsanto hat Bayer schon überwiesen. Die Übernahme ist vollzogen. Jetzt fängt der Ärger an. Nach dreitägigen Beratungen ordnete ein Geschworenengericht unter Vorsitz von Suzanne Bolanos in San Francisco an, dass Monsanto dem Krebspatienten Dewayne Johnson 289 Millionen Dollar zahlen muss, umgerechnet 253 Millionen Euro. Monsanto habe nicht ausreichend vor den Risiken der Produkte gewarnt, so die Begründung. Es ist das erste Mal, dass die Bayer-Tochter Monsanto wegen angeblich verschleierter Risiken des Unkrautvernichters Glyphosat verurteilt wurde.

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