Süddeutsche Zeitung

GfK-Konsumklima:Shoppen in Zeiten der Misere

Die Katastrophen in der Welt verdrießen die deutschen Konsumenten - aber nur leicht: Wegen der anziehenden Inflation sowie der unsicheren Lage in Japan und Nordafrika sitzen die Geldbeutel nicht mehr ganz so locker. Das Shopping-Niveau bleibt aber hoch.

Inflation und Japans Katastrophe: Die Kauflaune der deutschen Verbraucher trübt sich etwas ein: Für Mai sagen die Forscher der Nürnberger GfK einen Rückgang des Konsumklimas um 0,2 auf 5,7 Punkte voraus.

Die Bundesbürger sind pessimistischer geworden, was ihre Konjunktur- und Einkommenserwartung betrifft. Die Anschaffungsneigung bleibt allerdings nahezu unverändert. "Höhere Preise, die Atomkatastrophe in Japan sowie sich ausweitende politische Unruhen in Nordafrika und Nahost lassen die Rahmenbedingungen für die Konsumenten im Augenblick nicht mehr ganz so rosig erscheinen", schreiben die Experten.

Der Konsum werde aber nicht einbrechen, sondern wegen der guten Binnenkonjunktur "auch in den kommenden Monaten eine bedeutende Rolle spielen."

Analysten hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang auf 5,8 Punkte gerechnet. "Die höheren Energiepreise belasten den Konsum. Die Situation bleibt vorerst positiv, weil die Arbeitsplatzsicherheit gut ist", sagte Alexander Koch von der Unicredit. "Bei dem hohen Niveau des Indikators kann man noch davon ausgehen, dass der Konsum dieses Jahr anzieht", ergänzt Jörd Lüschow von der WestLB.

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