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Verbraucher-Index:Schuldenkrise dämpft die Stimmung

Die Schuldenkrise in Europa hat Konsequenzen auf die Stimmung der Konsumenten: Seit dem Hoch im Frühjahr trübt sich die Laune der Verbraucher ein - das liegt auch an der Inflation.

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone drückt die Stimmung der deutschen Konsumenten. Sie schätzen die Aussichten für die Konjunktur und die eigenen Finanzen skeptischer ein als zuletzt, wie aus einer Umfrage der GfK-Marktforscher unter 2000 Verbrauchern hervorgeht (PDF-Datei).

Verbraucherstimmung zeigt Aufwärtstrend

Die Rolltreppen des Kaufhofs am Alexanderplatz in Berlin.

(Foto: dpa)

Nach den Finanzmarktexperten und den Managern schätzen damit auch die Verbraucher die Konjunktur etwas skeptischer ein. Der GfK-Indikator war in den vergangenen Monaten leicht gesunken, seit das Barometer im März auf den höchsten Stand seit Herbst 2007 geklettert war.

Doch seitdem rückte die hohe Inflation und die Schuldenkrise mehr in den Fokus der Verbraucher und verunsicherte sie. Dies überlagere derzeit das gute Umfeld für die Binnenwirtschaft. Das GfK-Index für August ist somit leicht auf 5,4 von revidiert 5,5 Punkten im Juli gesunken.

"Die Schuldenkrise hat auch der Konsumstimmung in Deutschland einen kleinen Dämpfer versetzt", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Das jüngste Rettungspaket für Griechenland schlägt sich noch nicht im Index wieder: Als sich vergangenen Donnerstag die Euro-Länder auf einem Gipfle einigten, war die GfK-Umfrage bereits abgeschlossen.

Die Deutschen gehen laut GfK zwar davon aus, dass die Wirtschaft weiter wächst - allerdings nicht mehr so stark wie bisher. So sieht es auch das Finanzministerium. Ähnliches signalisierte jüngst der Ifo-Index.

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