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Gewerkschaft:Lufthansa zieht vor Gericht

Im Rechtsstreit mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO erhöht die Lufthansa den Druck. Der Konzern wolle gerichtlich klären lassen, ob UFO die Voraussetzungen einer Gewerkschaft erfülle, und habe dazu einen Antrag beim hessischen Landesarbeitsgericht gestellt, teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit. Die Gewerkschaft habe keinen vertretungsberechtigten Vorstand und sei damit nicht in der Lage, ihre Rolle als Tarifpartner auszufüllen, hieß es zur Begründung. Man brauche aber Rechtssicherheit, um verbindliche Tarifverträge abschließen zu können. Der stellvertretende UFO-Chef Daniel Flohr bezeichnete den Schritt als Verzögerungstaktik der Lufthansa. Die Gewerkschaft sei tariffähig. Er wäre "extrem überrascht", wenn das Gericht das anders sehen würde.