RentenreformDGB fordert verpflichtende Betriebsrente für alle Arbeitnehmer

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DGB-Chefin Yasmin Fahimi spricht beim  Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
DGB-Chefin Yasmin Fahimi spricht beim  Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Fabian Sommer/dpa
  • Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert eine verpflichtende Betriebsrente für alle Arbeitnehmer zusätzlich zur gesetzlichen Rente.
  • Wie sie im Detail bezahlt werden soll, ist noch offen, Arbeitgeber sollen diese betriebliche Altersvorsorge aber mindestens mitfinanzieren.
  • Rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland verfügten über keine betriebliche Altersvorsorge, weil sie in der Regel in Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt seien.
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Diese verpflichtende Altersversorgung müsse laut DGB-Chefin Yasmin Fahimi zusätzlich zur gesetzlichen Rente kommen. Arbeitgeber müssten sie mindestens mitfinanzieren, so der Vorschlag.

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In der Debatte über eine Rentenreform spricht sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) für eine verpflichtende Betriebsrente für alle Arbeitnehmer aus. Der DGB fordere, „dass es eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle gibt, und zwar mit uns als Tarifvertragsparteien“, sagte die Vorsitzende Yasmin Fahimi dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Diese Altersversorgung müsse zusätzlich zur gesetzlichen Rente kommen. Wie sie im Detail bezahlt werden soll, ließ Fahimi offen, klar sei aber: „Die betriebliche Altersvorsorge darf nicht einseitig zulasten der Arbeitnehmer gehen.“ Sie müsse von den Arbeitgebern mindestens mitfinanziert werden.

Rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland verfügten laut Fahimi über keine betriebliche Altersvorsorge, weil sie in der Regel in Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt seien. „Wir stehen als Gewerkschaften bereit, das kollektiv für alle Beschäftigten zu regeln, und zwar auf der Basis von Tarifverträgen“, sagte Fahimi. Bei Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind, „wäre denkbar, die Beschäftigten unter bestimmten Bedingungen niederschwellig in die bestehenden Modelle aufzunehmen“. Eckpunkte zu dem Vorschlag möchte der DGB Ende des Monats vorstellen.

Unterstützung dafür kommt vom Arbeitnehmerflügel der Union. Um das Rentenniveau zu sichern, werde man die drei Säulen der Altersversorgung – gesetzlich, betrieblich und privat – künftig noch vernetzter denken müssen, sagte der Chef der Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft Deutschlands, Dennis Radtke, der Funke-Mediengruppe. „Die betriebliche Altersversorgung verpflichtend für alle zu machen, ist daher ein richtiger Schritt.“ Es gebe schon heute funktionierende Modelle in der Chemieindustrie und anderen Tarifbereichen, die sicher geöffnet werden könnten.

Vor dem Hintergrund der angespannten Finanz- und Wirtschaftslage erwartet Fahimi aber auch Protest für den Vorschlag. „Ich kann mir vorstellen, dass da der Aufschrei groß sein wird und die Kritik kommt, dass noch mehr Beiträge fällig werden“, sagt die DGB-Chefin. Aber in den meisten Ländern Europas liege der verpflichtende Beitragssatz für die Rente bei 20 Prozent oder mehr und damit deutlich über den Sätzen in Deutschland. Oft sei der Arbeitgeberanteil sogar höher als der für die Arbeitnehmer.

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