Geschenke auf dem Postweg Schneller als der Weihnachtsmann

Wer Weihnachtspakete verschicken will, sollte sich sputen - der Andrang ist groß. Das Internet hilft, die besten Angebote zu finden.

Von Miguel A. Zamorano

Die Socken für den Opa und das T-Shirt für den Neffen - wer dafür sorgen möchte, dass Geschenke pünktlich unter dem Weihnachtsbaum ankommen, sollte sich jetzt sputen. Denn insbesondere bei Sendungen nach Übersee sind vor Weihnachten einige Termine zu beachten. Außerdem kann auch noch derjenige Geld sparen, der die Angebote der Paketversender miteinander vergleicht.

Wer möchte, dass seine Weihnachtspakete rechtzeitig zum Heiligen Abend unterm Baum liegen, muss sich sputen.

(Foto: Foto: dpa)

Spartipp Internet

Internetportale wie etwa postsitter.de, billigerverschicken.de oder posttip.de helfen dabei, den günstigsten Anbieter für die verschiedenen Pakete zu finden.

Auf den Internetseiten muss der Verbraucher die genauen Maß-, Gewicht- und Zielangaben der Geschenke nennen. Das ist notwendig, weil die Paketdienste nicht einheitlich nach Maß oder nach Gewicht abrechnen - jeder Anbieter hat sich sein eigenes Tarifpaket geschnürt.

Als Faustregel gilt: Die Konkurrenten zur Post-Tochter DHL sind vor allem bei kleinen sowie bei schweren Paketen günstiger als die Deutsche Post, die große und leichte Sendungen preiswert verschickt.

Dreifacher Andrang zur Weihnachtszeit

Zudem gilt: Die Paketdienste haben in der Weihnachtszeit dreimal mehr Pakete als zu anderen Jahreszeiten zu transportieren, der Andrang in den Filialen ist groß. Daher sollten Kunden nicht zu spät am Paketschalter stehen: Sollen Pakete innerhalb Deutschland noch an Heiligabend bei den Empfängern ankommen, dann nehmen die Post-Tochter DHL und der Konkurrent Hermes Pakete noch bis zum 22. Dezember an.

Je weiter weg der Empfänger des Geschenks wohnt, desto früher sollten Kunden die Päckchen zur jeweiligen Abgabestelle bringen. Das gilt vor allem für Ziele im Ausland: Für EU-weiten Versand gibt DHL den 12. Dezember als Stichtag an, Hermes den 16. Dezember.

Zur Abgabe der Pakete unterhalten die Anbieter Hermes und GLS Annahmestellen in Tabakgeschäften, Tankstellen oder Getränkemärkten.

Abholdienste nutzen

Alternativ kann man für schwere Pakete einen Tarif mit Abholservice wählen, der einige Euro mehr kostet. Hermes bietet den Abholdienst ab 6,90 Euro an, wenn das Päckchen nicht schwerer als 31,5 Kilogramm ist. DHL holt das Paket für zusätzliche drei Euro ab.

Wer die meiste Zeit des Tages am Arbeitsplatz verbringt, kann den Abholdienst auch dorthin beordern. Das ist schon deshalb sinnvoll, weil die Abholer gerade in der Vorweihnachtszeit die vereinbarten Abholzeiten oft nur schwer einhalten können.

Wichtig ist auch: Pakete können verlorengehen. Verbraucher, die wertvolle Geschenke verschicken, sollten sich daher vorher über die jeweilige Versicherung informieren. Es gibt einige Anbieter, bei denen Paketinhalte bis zu einem Warenwert von 500 Euro mitversichert sind; andere Dienste bieten die Versicherung der Pakete nur gegen Aufpreis an.

Günstiges Frankieren

Wer zusätzlich sparen möchte, der sollte den Versandauftrag online stellen und das Paket daheim frankieren. Hermes senkt dabei die Versandgebühr seines S-Pakets beispielsweise von 4,30 Euro auf 3,90 Euro. Die Post-Tochter DHL bietet einen Online-Rabatt von einem Euro an. Und: Wer die Paketabholung von zu Hause über das Internet anfordert, der zahlt keine Gebühr - Voraussetzung ist allerdings, dass mehr als vier Pakete an den DHL-Abholer übergeben werden.