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Geschäftsklimaindex:Ifo-Index legt überraschend weiter zu

Experten haben mit einer Verschnaufpause gerechnet, stattdessen steigt der Ifo-Geschäftsklimaindex zum vierten Mal in Folge: von 110,6 auf 111,3 Punkte. Langfristig schätzen die befragen Führungskräfte die Wirtschaftslage allerdings pessimistischer ein.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar überraschend weiter verbessert - zum vierten Mal in Folge. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 110,6 auf 111,3 Punkte, teilte das Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter etwa 7000 Managern mit.

Vor Bekanntgabe des neuen Wertes rechneten Experten noch damit, dass der jüngste Höhenflug gestoppt wäre. Sie rechneten teils sogar mit einem leichten Rückgang des Stimmungsbarometers um 0,1 Prozentpunkte. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

"Die aktuelle Geschäftslage ist von den Unternehmen deutlich besser bewertet worden als im Vormonat", sagte Ifo-Präsident Hans Werner Sinn. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate beurteilten die Führungskräfte pessimistischer. Dieses Barometer fiel um 0,6 auf 108,3 Punkte, während Ökonomen einen Rückgang auf 108,2 Punkte erwartet hatten.

Währungsturbulenzen in großen Schwellenländern und einige schwächere Konjunkturdaten aus den USA hatten zuvor Zweifel am erwarteten Aufschwung der Weltwirtschaft genährt. Die Bundesregierung sagt der deutschen Wirtschaft 2014 wegen der guten Binnenkonjunktur ein Wachstum von 1,8 Prozent voraus. 2013 waren es lediglich 0,4 Prozent.

© Süddeutsche.de/dpa/infu/sebi
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