3700 Gäste in bester Location, das muss den Genuesen erst einmal jemand nachmachen. Gedämpftes blaues Licht, Glanz und Eleganz. Die Herren in schwarzen Anzügen mit Krawatte, bevorzugtes Brillenmodell Horn, die Damen in edler Robe. Kein Empfang nur mit den üblichen Häppchen, sondern ein umfangreiches Dinner: Vorspeisen, Pasta, Hauptgänge vom Feinsten, Getränke ohne Limit. Zahlreiche Firmen haben Sitzgruppen in der riesigen, am Wasser lang gezogenen Ausstellungshalle, gebaut von Renzo Piano, dem weltbekannten Architekten, der sich in seiner Heimatstadt umfassend verewigt hat. Genoa Shipping Dinner nennt sich das, ein Mega-Event für jene, die auf den Meeren Geld verdienen: Logistiker, Caterer, Anwälte, Schiffsbauer und -betreiber. Alle zwei Jahre findet das Dinner hier in Genua statt, nie war es so opulent wie jetzt im Oktober 2025. Zum 80. Geburtstag der Vereinigung der Ship Broker und Ship Agents ist es eine Leistungsschau der Superlative.
ItalienWarum Italiens wichtigster Hafen um deutsche Kunden wirbt
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Der Hafen von Genua boomt. Nur die Nachfrage aus dem Norden lässt zu wünschen übrig. Unterwegs zwischen Riesenfrachtern und Monsterkränen.
Von Marc Beise, Rom
