Genetik-Unternehmen 23andMeWenn Firmen DNA-Daten verkaufen

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In der DNA stecken Informationen über die Wahrscheinlichkeit bestimmter Erkrankungen und über die eigene Abstammung.
In der DNA stecken Informationen über die Wahrscheinlichkeit bestimmter Erkrankungen und über die eigene Abstammung. Marcus Brandt/dpa

Das US-Unternehmen 23andMe analysiert die DNA seiner Kunden. Doch jetzt ist die Firma pleite, und es stellt sich ein grundsätzliches Problem: Wer darf im Zeitalter von künstlicher Intelligenz genetische Daten zu Geld machen?

Von Jürgen Schmieder, Los Angeles

„Delete and destroy“, „löschen und zerstören“, das ist der Rat des kalifornischen Generalstaatsanwalts Rob Bonta an die mehr als 15 Millionen Kunden des Biotech-Unternehmens 23andMe, das kürzlich Gläubigerschutz beantragt hat und nun erst restrukturiert und dann verkauft werden soll. „Löschen und zerstören“ klingt martialisch; wie die Aufforderung an die Unterlegenen in den letzten Tagen einer Schlacht, möglichst viele Dokumente zu vernichten, damit sie nur ja nicht einer fremden Macht in die Hände fallen. Doch genau das soll es auch: Man solle alle Datensätze löschen und das Unternehmen zudem dazu auffordern, sämtliche Genproben zu zerstören, rät Bonta. Man könne derzeit nicht vorhersehen, wem diese nach der Abwicklung des Verfahrens gehören werden.

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