Es gibt diese abgedroschene Redewendung, die sich jüngere Menschen seit Jahrzehnten anhören müssen: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Solange sich jemand also in der Ausbildung befindet, müsse er oder sie "einige Mühen auf sich nehmen und in seinen Ansprüchen bescheiden sein", so steht es im Wörterbuch "Oxford Languages". Diese Zeiten sind vorbei. Junge Menschen revolutionieren gerade die Arbeitswelt. Sie sind nicht mehr bescheiden. Sie wollen sich nicht kaputtmachen für die Arbeit. Und sie machen keine Überstunden mehr. Diese Haltung sieht man in Umfragen, Eltern sehen sie bei ihren Kindern, Chefinnen in Bewerbungsgesprächen und Arbeitnehmer bei ihren jüngeren Kollegen.
MeinungArbeitLasst sie doch faul sein

Kommentar von Paulina Würminghausen
Lesezeit: 3 Min.

Fachkräfte werden händeringend gesucht, die Generation Z hat also eine eine gute Verhandlungsposition für ihre Anliegen.
IMAGO/Ezequiel Sambresqui/IMAGO/PhotoAltoDer Vater war nie da, die Mutter mit Care-Arbeit überladen: Die Generation Z will es anders machen und sich nicht kaputtarbeiten. Gut so!
