Süddeutsche Zeitung

Editorial:Generation Z(ukunft)

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Sind sie faul? Oder genial? Die Generation Z wirbelt die Arbeitswelt durcheinander und treibt ältere Kollegen und Arbeitgeberpräsidenten in die Verzweiflung. Diese digitale Sonderausgabe bündelt Stücke über diese jungen Menschen.

Von Lisa Nienhaus

Zu welcher Generation gehören Sie, liebe Leserin, lieber Leser? Ich persönlich gehöre in eine Zwischenwelt zwischen der sogenannten Generation X und der Generation Y (oder auch: Millennial). Mein Geburtsjahr fällt quasi genau auf den Übergang. Weshalb ich immer ganz entspannt über Generationsfragen sprechen kann, ich fühle mich ja zu keiner offiziell benannten Generation richtig zugehörig. Ich finde es aber plausibel, dass es Gemeinsamkeiten von Menschen gibt, die in einer ähnlichen Zeit geboren und aufgewachsen sind. Gemeinsamkeiten, die sich aus der Lage des Landes zu dieser Zeit ergeben. Gemeinsamkeiten, die aber auch das Land verändern - und unsere Arbeit.

Schon der Generation Y sagte man nach, sie wolle die Arbeitswelt revolutionieren. So richtig radikal sind da allerdings erst ihre jüngeren Vertreter aus der Generation Z, das sind die zwischen 1995 und 2010 Geborenen. Sie sind nicht nur oft sehr behütet aufgewachsen - sie kommen auch noch in einer Zeit auf den Arbeitsmarkt, in der sie Forderungen stellen können. Weil sie knapp und begehrt sind.

Keine Überstunden, mehr Freizeit, trotzdem Verantwortung, klar. Das, was alle immer schon wollten, kann die Generation Z jetzt teilweise durchsetzen. Außerdem bitte keine Ansagen vom Chef, dafür gern exzessives Lob. Man will eingebunden sein, motiviert werden, und dazu bitte ein stattliches Gehalt. Liebe Leserin, lieber Leser, Sie merken schon: Das sind natürlich alles Vorurteile, die keinesfalls für alle Mitglieder der Generation Z gelten (ich kenne ein paar, die ganz anders sind).

Und trotzdem: In einigen Firmen knallt es zwischen Alt und Jung. Denn wer soll eigentlich die ganze Arbeit machen, wenn es die Jungen nicht mehr so bereitwillig tun wie einst? Oder entsteht hier eine neue Macht der Arbeitnehmer, die am Ende womöglich allen hilft?

In dieser Sonderausgabe stellen wir die grundsätzlichen Fragen zur Generation Z. Und wir erzählen Geschichten über sie. Über Streit und Versöhnung, Wünsche und Enttäuschungen. Die Generation Z redet natürlich auch selbst. Und wir sprechen mit denjenigen unter ihnen, die im Gegensatz zum Klischee unheimlich viel arbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen schreiben darüber, mit welchen kreativen Mitteln Firmen auf die neuen Arbeitnehmer reagieren. Und über diejenigen, die danach kommen: die Generation Alpha.

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