Geldinstitut Finanzinvestoren übernehmen HSH Nordbank

Auf Druck der EU-Kommission wird die HSH verkauft.

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Der Kaufpreis soll bei rund einer Milliarde Euro liegen. Stimmen die Behörden zu, geht erstmals eine Landesbank in private Hände.

Rund 15 Jahre nach ihrer Gründung wird die HSH Nordbank verkauft. Eine Gruppe mehrerer Finanzinvestoren um die New Yorker Investmentgesellschaft Cerberus soll das norddeutsche Geldhaus übernehmen. Ein entsprechender Beschluss ist bei einer Sitzung der schleswig-holsteinischen Landesregierung und des Hamburger Senats am Mittwoch in Kiel gefallen. Der Kaufpreis soll bei rund einer Milliarde Euro liegen.

Es wäre das erste Mal, dass eine Landesbank in private Hände geht. Die Bank musste wegen der Finanz- und Schifffahrtskrise mit Milliardenhilfen der Länder vor dem Aus gerettet werden. Als Gegenzug für diese Staatsgelder drängte die EU auf einen Verkauf und setzte dafür die Frist Ende Februar 2018. Beide Landesparlamente und die EU-Kommission müssen dem Deal noch zustimmen.

Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold sagte am Mittwoch vor Beginn der Beratungen, man habe sich für mehrere Käufer entschieden - als wirtschaftlichste Lösung für das Landesvermögen. "Es ist kein Tag der Freude, sondern ein Tag der Verantwortung", sagte die Grünen-Politikerin. "Noch vor wenigen Monaten hätte niemand Haus und Hof darauf verwettet, dass wir heute da stehen, wo wir stehen."

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