Günter Grass

Er war bislang der letzte Deutsche, der den Literaturnobelpreis gewann. Doch was Günter Grass, Gewinner im Jahr 1999, mit seinem Preisgeld gemacht hat, erhitzt bis heute die Gemüter. Damals gab er an, das Geld für drei eigene Stiftungen zu verwenden. Diese vergeben selbst hochdotierte Preise.

Im Zuge der Diskussion über seine Jugend in der Waffen-SS im Sommer 2006 wurde Grass' Nobelpreis dann zur Verhandlungsmasse: Politiker und Historiker forderten ihn auf, den Preis zurückzugeben. Am deutlichsten wurde Literaturkritiker Hellmuth Karasek. Er wütete, Grass habe sich die Auszeichnung "erschlichen". Karasek verlangte sogar, das Preisgeld nachträglich an Opfer zu stiften. Wie Grass darauf reagierte? Inhaltlich gar nicht. Nur die Kritik nannte er niveaulos.

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10. Oktober 2008, 14:372008-10-10 14:37:00 ©