Innerhalb des öffentlichen Sektors in Deutschland verdienen die Top-Manager der Sparkassen das meiste Geld. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die am Mittwoch von der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen und LAB & Company in Düsseldorf veröffentlicht wurde. Demnach liegt bei den Vorständen der deutschen Sparkassen die durchschnittliche gesamte Vergütung bei 402 000 Euro pro Kopf, wovon 43 000 Euro auf variable Vergütungsbestandteile entfallen.
Dahinter folgen die beiden Branchen Flug- und Seehäfen mit 330 000 Euro sowie Energie- & Wasserversorgung und Stadtwerke mit 256 000 Euro. Mit Abstand am wenigsten bekommen die Top-Manager aus dem Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung. Bei ihnen liegt die Gesamtvergütung lediglich bei 105 000 Euro.
In der Studie sind aber längst nicht alle Vorstände der deutschen Sparkassen abgebildet. Nur bei etwas mehr als der Hälfte aller Institute sind den Angaben zufolge Vergütungsdaten offengelegt worden. „Über Transparenzgesetze und Public Corporate Governance Kodizes sollten überall vollständige Vergütungstransparenz einschließlich Altersversorgung und eine Vergleichsgruppe für die Vergütungshöhe realisiert werden“, sagte Ulf Papenfuß vom Lehrstuhl für Public Management & Public Policy an der Zeppelin-Universität.
In die Studie sind die Vergütungsdaten des Geschäftsjahres 2023 von 2079 Top-Managern aus 1148 unmittelbar und mittelbar maßgeblich von der öffentlichen Hand beeinflussten Unternehmen eingeflossen, inklusive 198 Sparkassen. Basis bildeten Städte mit einer Einwohnerzahl über 30 000, alle Landkreise sowie Bund und Ländern, hieß es.
