Tarifkampf:Elf Prozent mehr Lohn sollen Bahnstreiks verhindern

Tarifverhandlungen mit der GDL: Martin Seiler, Verhandlungsführer der Bahn

Martin Seiler, Verhandlungsführer der Bahn, hatte am ersten Verhandlungstag eine Überraschung dabei.

(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Die Deutsche Bahn bietet überraschend schon zu Verhandlungsbeginn deutlich mehr Gehalt. Damit will sie massive Zugausfälle vermeiden, mit denen die Gewerkschaft der Lokführer bereits gedroht hat. Ein erstes Ziel hat sie offenbar erreicht: Die Gespräche sollen fortgesetzt werden.

Von Alexander Hagelüken und Benedikt Peters

Die Deutsche Bahn versucht mit einem ungewöhnlich hohen und frühen Lohnangebot, in den nächsten Wochen Arbeitskämpfe zu verhindern. Konkret hat der Konzern in der ersten Verhandlungsrunde am Donnerstag eine Gehaltserhöhung von elf Prozent angeboten. Zusätzlich soll es eine Inflationsprämie von bis zu 2850 Euro geben. Das entspricht in etwa dem sehr hohen Lohnabschluss im öffentlichen Dienst, der erst nach vielen Warnstreiks zustande gekommen war.

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