Irgendwann in den nächsten Monaten, wenn es wieder einmal um unzufriedene Lokführer und mögliche Streiks geht, wird den Menschen auffallen, dass etwas anders ist. Vor den Mikrofonen wird dann ein anderer Mann stehen und für die Lokführergewerkschaft GDL sprechen: Mario Reiß. Claus Weselsky, der es mit seiner harschen Rhetorik und seinem Hang zur Streiklust zum bekanntesten Gewerkschafter Deutschlands gebracht hat, ist im „Teilzeit-Ruhestand“, wie er sagt. Zwar arbeitet er noch 15 Stunden pro Woche für die Genossenschaft Fair Train und ist auch für seinen Nachfolger erreichbar, bezeichnet sich selbst aber als „tiefenentspannt“, erst recht nach seiner kürzlichen dreiwöchigen Ayurveda-Kur auf Sri Lanka.
Neue Tarifrunde bei der BahnWas planen die Lokführer diesmal?
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Die Gewerkschaft der Lokführer fordert mehr Geld. Wird es unter Mario Reiß genauso kontrovers wie unter Vorgänger Claus Weselsky? Worauf sich Bahnfahrer einstellen müssen.
Von Alexander Hagelüken, Benedikt Peters und Vivien Timmler, Berlin
