GastronomieWarum Restaurants trotz Steuerrabatt so teuer bleiben

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Illustration: Shutterstock, sted/SZ

Seit Januar müssen Wirte nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer für Speisen zahlen, doch an den hohen Preisen ändert sich kaum etwas. Wo das Geld landet und warum die Branche schon die nächste Entlastung fordert.

Von Valentin Dornis, Lea Hampel und Sonja Salzburger

Es ist ein Dienstag, 18.30 Uhr und in der „L’Osteria“ im Münchner Norden sind alle Tische besetzt. Rosmarin in Tontöpfen und Olivenöl in Flaschen zieren die Tische, eine Tafel an der Wand preist die Tagesgerichte an. Pizza Carbonara gibt es heute für 17,50 Euro. Musik und Stimmengewirr machen jede längere Unterhaltung unmöglich, die Bestellung absolviert man mit erhobener Stimme. Die Kellnerin bringt Malstifte für die Kinder, 0,3-Liter-Gläser mit Apfelschorle für 4,50 Euro und Pizzen, die über den Teller hinausragen. Nach einer guten Stunde eilt sie herbei, stellt das „Reserviert“-Schild auf den Tisch, kassiert und packt die Reste in Papiertüten mit der Aufschrift: „L’Osteria. Grande Amore“. 90 Minuten sind es pro Reservierung, die nächsten Gäste warten. In der auf Italienisch getrimmten deutschen Systemgastronomiekette funktioniert das Geschäft, so scheint es.

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