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FC Brügge:Nach dem Spiel ist vor dem Deal

Club Brugge KV v Borussia Dortmund: Group F - UEFA Champions League

Bald womöglich ein kursrelevantes Duell: Der FC Brügge beim Champions-League-Heimspiel gegen Borussia Dortmund vergangenen November. Das Spiel gewann übrigens der BVB mit 0:3, Erling Haaland (Mitte) schoss zwei der Tore.

(Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Der belgische Fußball-Tabellenführer FC Brügge soll an die Börse.

Die Saison, sie ist für den FC Brügge im Prinzip gelaufen: Daheim, in der Jupiler League, führt der Verein die Tabelle mit 15 Punkten Vorsprung an - und das, obwohl man bisher zwei Spiele weniger bestritten hat als die Zweitplatzierten aus Antwerpen. International ist dagegen nichts mehr zu holen, in der Champions League scheiterten die Belgier in der Vorrunde unter anderem an Borussia Dortmund, in der Europa League schieden sie in der Runde der letzten 32 aus.

Also beginnt beim FC Brügge jetzt die Vorbereitung auf einen besonderen Transfer: Nicht Spieler will der Verein demnächst verkaufen, sondern Aktien. Die Investoren-Gruppe um den Unternehmer Bart Verhaeghe, der seit 2012 die Mehrheit an dem Traditionsverein hält, wolle den Klub in Brüssel an die Börse bringen, heißt es in einer offiziellen Ankündigung. Es wären die ersten Fußballaktien aus Belgien am internationalen Finanzmarkt. Die Ausgabe neuer Papiere sei aber nicht geplant, hieß es weiter, und man werde größter Anteilseigner bleiben.

Frisches Geld bringt der Deal dem Club Brugge Koninklijke Voetbalvereniging, so der volle Name des Vereins, also nicht. Das bekommen nur die Alteigentümer. Zuletzt aber lief es geschäftlich auch so recht ordentlich: Für die vergangene Saison meldete der FC Brügge einen Nettogewinn von 24 Millionen Euro bei einem Umsatz von 120 Millionen Euro. Und falls man doch noch dringend Geld braucht, gibt es ja den ganz klassischen Transfermarkt.

© SZ/Reuters/sry
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