Reden wir über Geld:"Heutzutage können Geld und Profit zum Gottesersatz werden"

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Pater Johannes Freyer: "Irgendwann ist der Punkt erreicht, da verliert man seine Freiheit, wird vom Besitz versklavt." (Foto: Armin Hoehner/Franziskaner Helfen)

Johannes Freyer arbeitete mal bei einer Bank. Jetzt ist er Franziskanerpater und Theologieprofessor. Ein Gespräch über ein Leben mit 150 Euro im Monat, nachhaltiges Investieren und das Horten als Ursünde.

Interview von Thomas Öchsner und Annette Zoch

Eigentlich wäre Pater Johannes-Baptist Freyer, 67, jetzt in Kalifornien, um an der University of San Diego wie in jedem Frühjahr Systematische Theologie zu lehren. Doch das Coronavirus zwingt ihn dazu, daheim in Bonn-Bad Godesberg zu bleiben und seine Studenten per Videokonferenz zu unterrichten. Beim Videointerview mit der SZ sitzt Pater Johannes in seinem kleinen Arbeitszimmer beim Hilfswerk "Franziskaner Helfen". Hinter seinem Schreibtisch sieht man Reiseandenken aus aller Welt - zum Beispiel eine verzierte Kiste aus Tequila in Mexiko. "Die Flasche, die darin lag, ist längst leer", sagt er. "Heute sind in dem Schmuckkästchen Bildpostkarten, die ich noch verschicken will."

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