Frankreich:Die Schwäche der AKWs treibt die Strompreise hoch

Lesezeit: 5 min

Frankreich: Mitarbeiter des Konzerns EDF überprüfen eine Brennstoffleiste im Atomkraftwerk Fessenheim.

Mitarbeiter des Konzerns EDF überprüfen eine Brennstoffleiste im Atomkraftwerk Fessenheim.

(Foto: SEBASTIEN BOZON/AFP)

Erstmals muss Frankreich im Sommer Strom teuer importieren. Es fehlen riesige Mengen Strom in Europa. Die Regierung in Paris reagiert panisch - mit Verstaatlichung.

Von Michael Kläsgen

Das ist schon bemerkenswert: Eben erst hat die Europäische Union Atomstrom das Öko-Siegel verliehen - und das wesentlich auf Betreiben Frankreichs. Das könnte nun heißen, dass Atomkraft für Investoren attraktiver wird. Zudem beschloss die französische Regierung kurz nach der EU-Entscheidung, Atom-Aktionäre zu verprellen. Paris will den Konzern EDF, Électricité de France, komplett verstaatlichen. EDF ist nicht irgendein Unternehmen, sondern Europas größter Atomkonzern. Er wurde 1946 gegründet, hat 167 000 Mitarbeiter und macht 84 Milliarden Euro Umsatz. EDF ist das Symbol für Frankreichs tief verankerten Glauben an die Atomkraft: ein von inzwischen Dutzenden Kleinkonkurrenten umzingelter Monopolist, der noch heute 69 Prozent des französischen Stroms produziert. Er versorgt die große Mehrheit aller Haushalte in Frankreich. Unter den Fenstern vieler Wohnungen finden sich elektrische Heizungen. Die Wärme verpufft leicht. Aber Strom war lange günstig, dank staatlich regulierter Tarife.

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