François Villeroy de Galhau im Interview "Ich finde das sehr gefährlich"

Franzosen hätten nach den Anschlägen von Paris gute Gründe für die Abschaffung des 500-Euro-Scheins, sagt Notenbanker Villeroy.

(Foto: Marlene Awaad/Bloomberg)

Dass viele EZB-Chef Draghi kritisieren, sei nur ein großes Missverständnis, sagt Frankreichs Notenbankchef François Villeroy de Galhau. Auch deutsche Sparer würden profitieren.

Interview von Leo Klimm und Markus Zydra

François Villeroy de Galhau empfängt zum Frühstück. In einem Pariser Stadtpalais, dem Sitz der Banque de France. Riesige Kronleuchter, schwere Teppiche und alte Gemälde erzählen, dass Frankreichs Notenbank eine deutlich längere Geschichte als die Bundesbank aufweist. Villeroy, 57, seit sechs Monaten im Amt, war früher Berater französischer Finanzminister wie Dominique Strauss-Kahn und später zwölf Jahre Topmanager bei der Großbank BNP Paribas. Der Franzose fordert eine Europäische Wirtschaftsunion.

SZ: Herr Villeroy de Galhau, Sie reisen oft in Ihr saarländisches Heimatdorf Wallerfangen. ...