FoxconnDas kommunistische Fest

So funktioniert der chinesische Kaderkapitalismus. Mit Großveranstaltungen wie zu den Hochzeiten des real existierenden Sozialismus versucht der Elektronikgigant Foxconn die Moral der Belegschaft zu heben. So sollen künftig Selbstmorde verhindert werden.

So funktioniert der chinesische Kaderkapitalismus. Mit Großveranstaltungen wie zu den Hochzeiten des real existierenden Sozialismus versucht der Elektronikgigant Foxconn die Moral der Belegschaft zu heben. So sollen künftig Selbstmorde verhindert werden.

Einen Eindruck vom chinesischen Kaderkapitalismus vermittelt derzeit der Technologiegigant Foxconn. Bei Veranstaltungen im ganzen Land demonstrierte er, wie sich die Errungenschaften des Kommunismus in die Privatwirtschaft nach chinesischer Façon einbetten lassen. Statt iPhones und andere High-Tech-Geräte zu montieren, versammelten sich in Shenzhen 20.000 Arbeiter im Stadion, um zu feiern. Der Auflauf, der an die Spartakiaden zu Hochzeiten des real existierenden Sozialismus erinnerte, war von Foxconn organisiert worden, um die Moral und die Loyalität in der Belegschaft anzuheben. Das erscheint auch dringend notwendig, schließlich ...  

Bild: AFP 19. August 2010, 15:082010-08-19 15:08:53 © sueddeutsche.de/AFP/pak/mel