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Fotoprojekt:So sieht Ungleichheit aus

Der Reichtum ist weltweit sehr ungleich verteilt. Ein Fotoprojekt untersucht Arm und Reich - und zeigt, wie beide Extreme zusammenhängen.

10 Bilder

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Michael Light

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Wie lebt das reichste eine Prozent der Menschheit wirklich? Dieser Frage gehen Fotografen in einem neuen Bildband nach. Die von Myles Little herausgegebene Sammlung 1%: Privilege in a Time of Global Inequality (Hatje Cantz, 2016) spürt hemmungslosem Luxus und bitterer Armut in zahlreichen Ländern nach.

Die Fotografie "Roma Hills" von Michael Light zeigt eine überwachte Siedlung wohlhabender Amerikaner in Henderson im US-Bundesstaat Nevada, südöstlich von Las Vegas.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Christopher Anderson—Magnum Photos

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Chris Anderson fing die Szene im Zentrum der Finanzindustrie in New York ein: Ein Straßenprediger fordert die Wall Street auf zu bereuen.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Juliana Sohn

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Weltweit sind Einkommen und Vermögen ungleich verteilt. In Deutschland besitzt das reichste Zehntel knapp 60 Prozent des gesamten Vermögens. Weltweit ist das Verhältnis noch drastischer.

Die Aufnahme von Juliana Sohn aus dem Jahr 2005 zeigt einen invaliden Putzmann, der auf dem Walk of Fame in Hollywood die in den Boden eingelassenen Sterne der Stars säubert.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Guillaume Bonn—INSTITUTE

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Die Macher des Fotobandes versuchen, Arm und Reich und das Verhältnis der beiden Extreme in Bildern sichtbar zu machen. Viele Fotografien machen deutlich, dass das Leben von Arm und Reich sehr unterschiedlich ist, aber doch ineinandergreift.

Der Koch eines Luxus-Ressorts wartet darauf, dass die Gäste von einer Heißluftballonfahrt zurückkehren. Aufnahme von Guillaume Bonn, im Naturschutzgebiet Maasai Mara National Reserve in Kenia, 2012.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: David Chancellor—kiosk

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Die Ärmsten der Welt wollen am Reichtum der Oberschicht teilhaben. Hunderte Anwohner dringen jeden Tag auf das Gelände der nördlichen Mara Goldmine in Tansania vor, um illegal nach Gold zu suchen. Wegen steigender Goldpreise kommen auch immer mehr Migranten an diesen ohnehin schon von Armut und Konflikten geprägten Ort. Aufnahme von David Chancellor.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Anna Skladmann

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Aus der Aufnahme von Anna Skladmann spricht die ganze Selbstverständlichkeit des Reichtums der russischen Oberschicht: Sie zeigt ein ausgelassen hüpfendes Mädchen in seinem Privatkino in der russischen Hauptstadt Moskau.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Greg Girard

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Um Platz für das Neue zu schaffen, müssen oft genug die Armen weichen. Die Fotografie von Greg Girard "Shanghai Falling (Fuxing Lu Demolition)" aus dem Jahr 2002 zeigt den rasanten Umbau der chinesischen Metropole Schanghai.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Guillaume Herbaut—INSTITUTE

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Shooting im "Princess Studio" in Shanghai: Die 29-jährige Tong posiert in einem exklusiven Fotostudio für Hochzeitspaare. Fotografie von Guillaume Herbaut, 2013.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Jörg Brüggemann—OSTKREUZ

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Rettung in letzer Not: Auf der griechischen Insel Kos kommen Flüchtlinge an, kurz bevor ihr windiges Schlauchboot vom Meer verschluckt wird. Fotografie von Jorg Brueggemann, 2015.

1%Privilege in a Time of Global Inequality

Quelle: Paolo Woods and Gabriele Galimberti—INSTITUTE

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Abgehobener und unbegrenzter Luxus: Ein Mann lässt sich im "Infinity Pool" im 57. Stock eines Hochhauses in Singapur treiben. Im Hintergrund ist das Finanzdistrikt der Stadt zu sehen. Wie viele andere Fotografien des Bildbandes 1%: Privilege in a Time of Global Inequality zeigt das Cover-Bild den extremen Wohlstand des reichsten Teils der Bevölkerung und setzt ihn in Kontrast zur Armut dieser Welt. Aufnahme von Paolo Woods und Gabriele Galimberti, 2013.

© SZ/jasch/mahu
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