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Forderung von Umweltministerin Hendricks:Strafabgabe: "Bei einem Porsche Cayenne könnten 1000 Euro fällig werden"

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Auf der Dubai International Motor Show begutachten Messebesucher einen weißen Porsche Cayenne.

(Foto: REUTERS)
  • Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) möchte Autos mit hohem Spritverbrauch mit einer Strafabgabe belasten.
  • Für Fahrzeuge mit besonders hohem Spritverbrauch könnten beim Kauf 1000 Euro zusätzlich fällig werden.

Je höher der Kohlendioxid-Ausstoß, desto höher der Zuschlag: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks möchte den Kauf von Autos verteuern, die viel Sprit verbrauchen. Bei einem Kohlendioxid-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer - ein Wert, den auch kleinere Fahrzeuge erreichen - würde ein einmaliger Betrag von fünfzig Euro fällig.

Käufer großer Fahrzeuge mit sehr hohem Spritverbrauch sollen nach dem Willen der Ministerin deutlich mehr zahlen. "Bei über 200 Gramm, da wäre man bei einem Porsche Cayenne, könnten 1000 Euro fällig werden", sagte Hendricks dem Spiegel. Mit den zusätzlichen Einnahmen möchte die Ministerin Kaufprämien für Elektroautos finanzieren.

Sollte sich Hendricks in der Koalition nicht mit ihrem Plan durchsetzen können, schlägt sie als Alternative vor, die Steuer auf Diesel anzuheben. "Derzeit zahlen Dieselfahrer insgesamt deutlich weniger Steuern als Benzinfahrer, auch wenn man die höhere Kfz-Steuer einrechnet", sagte Hendricks. Sie sehe noch genügend Spielraum, um die Elektroauto-Kaufprämie sinnvoll gegenzufinanzieren. Hendricks will die Autohersteller mit einer Quote für Elektro-Autos verpflichten, beginnend mit einem Anteil von drei Prozent an den Neuwagenverkäufen.

Bislang sind kaum Elektroautos auf der Straße

Im Jahr 2009 formulierte die damalige Bundesregierung das Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die deutschen Straßen zu bekommen. Bislang sind aber gerade mal gut 30 000 solcher Fahrzeuge zugelassen. Ohne zusätzliche Kaufanreize wird das Ziel wahrscheinlich verfehlt.

Schon seit Monaten diskutieren Union und SPD, wie man Elektroautos fördern könnte. Im Gespräch ist eine Kaufprämie, die etwa 5000 Euro betragen könnte. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble lehnt das bislang aber ab. Bis März wollen Bundesregierung und Autoindustrie einen gemeinsamen Plan für die Förderung entwickeln.

© SZ.de/jps/sih/jab

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