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Folgen der Finanzkrise:Weitere Landesbanken wollen Hilfe

Der Damm ist gebrochen: Jetzt nehmen offenbar auch bislang als gesünder geltende Landesbanken wie die Helaba das staatliche Rettungspaket in Anspruch.

Wie Bild am Freitag unter Berufung auf Finanzkreise meldete, würden auch bei der hessisch-thüringischen Helaba, der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der NordLB entsprechende Schritte geprüft.

Auch die Helaba prüft offenbar, wie sie unter den staatlichen Rettungsschirm huschen kann.

(Foto: Foto: ddp)

Schon kommende Woche könnte die Bereitstellung von Bürgschaften beantragt werden, zitiert die Zeitung eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) sehe vorerst allerdings keine Veranlassung, das von der Bundesregierung zur Verfügung gestellte Rettungspaket in Anspruch zu nehmen, teilte die Nord/LB in Reaktion auf den Bericht mit.

Das Institut sei weiterhin vergleichsweise gering von den Auswirkungen der Finanzkrise betroffen.

Rating-Agenturen hätten dem Institut eine gute Liquiditätslage und Eigenkapital-Ausstattung bescheinigt.

Die Nord/LB prüfe allerdings derzeit prinzipiell, inwieweit eine Inanspruchnahme des Pakets unter Wettbewerbsaspekten sinnvoll werden könnte.

Damit sollten möglicherweise entstehende Nachteile bei der Refinanzierung gegenüber Instituten ausgeglichen werden, die die Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung in Anspruch nehmen, teilte die Bank weiter mit.

Mit den Hilfen wollten die Banken unter anderem ihre finanzielle Basis stärken, hieß es demgegenüber in der Bild. Sie wollten verhindern, dass sie Kredite künftig zu schlechteren Konditionen vergeben müssten als die Konkurrenten BayernLB, HSH Nordbank und WestLB, hieß es.

Außerdem gehe es darum, weiterhin ausreichend Mittel für die Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen zur Verfügung zu stellen und für mögliche Kreditausfälle im Zuge der Finanzkrise vorzusorgen.