Die Sicherheitsleute am Frankfurter Flughafen haben am Freitagmorgen ihre Arbeit niedergelegt. "Der Warnstreik läuft seit etwa zwei Uhr morgens und endet um 23 Uhr", sagte Beatrix Müller, eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. Etwa von fünf Uhr an müssten Reisende mit Flugausfällen und Wartezeiten rechnen, hieß es. Die Passagiere sollten möglichst früh zum Flughafen kommen und zudem über das Internet einchecken, empfahl Fraport, die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens.
Ein Fraport-Sprecher sagte, der Ausstand mache sich bereits bemerkbar. So seien Kontrollpunkte personell deutlich dünner besetzt als sonst. Auch Flüge wurden bereits gestrichen. "Es gibt bisher 41 Annullierungen", sagte ein Fraport-Sprecher. Es lasse sich nicht sagen, wie sich die Lage weiterentwickle. Es sei aber davon auszugehen, dass noch mehr Flüge gestrichen werden.
Ein Sprecher der Fluggesellschaft Lufthansa sagte, für konkrete Aussagen über die Auswirkungen des Warnstreiks sei es noch zu früh. Eine erste Einschätzung von Lufthansa sei am frühen Vormittag zu erwarten. Frankfurt ist der drittgrößte Flughafen Europas: An einem Wochentag starten und landen üblicherweise 1300 Flieger - zwei Drittel davon gehören der Lufthansa.
Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Branche einen einheitlichen Stundenlohn von 16 Euro. Die Arbeitgeber haben nach Verdi-Angaben bisher zwischen zehn und 13 Euro angeboten. Die Dienstleistungsgewerkschaft verhandelt seit Dezember mit dem Arbeitgeberverband BDSW - dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft - über einen Abschluss für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die nächste Tarifgesprächrunde ist für den 5. März angesetzt.
Für Informationen zu ihren Flügen bittet der Flughafenbetreiber die Reisenden, die Internetseiten ihrer jeweiligen Fluggesellschaft zu konsultieren. Weitere Informationen gibt es unter 01806-FRAINFO (01806-3724636 - Festnetzpreis 0,20 €/Anruf) sowie auf www.frankfurt-airport.de und über die "Frankfurt Airport App".