BerlinBER stellt Flugbetrieb am Mittwoch wegen Warnstreiks ein

Lesezeit: 1 Min.

Ein Passagierflugzeug der Lufthansa steht auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg.
Ein Passagierflugzeug der Lufthansa steht auf dem Areal des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg. Patrick Pleul/picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Die Gewerkschaft Verdi ruft 2000 Mitarbeiter des Flughafens zum Arbeitskampf auf. Der BER kritisiert den Streik als unverhältnismäßig, „gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage“.

SZ bei Google bevorzugen

Die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER stellen am Mittwoch den Passagier-Flugbetrieb vollständig ein. Grund ist ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. Es seien keine regulären Passagierflüge möglich, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mit. Betroffen seien 445 Abflüge und Landungen mit etwa 57 000 Passagieren. Welche Rechte Reisende in diesem speziellen Fall haben, erfahren Sie hier.

Die Gewerkschaft Verdi hat für den Tag zu einem ganztägigen Warnstreik am BER aufgerufen. Der Arbeitskampf sei eine „direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, teilte Verdi mit.

Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg über mehr Geld für rund 2000 Beschäftigte. Darunter sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr, der Verkehrsleitung und des Terminalmanagements. Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gilt wegen des Streiks als nicht möglich, auch wenn viele Bereiche wie die Bodenverkehrsdienste oder die Sicherheitskontrollen von Dienstleistern erfüllt werden, die vom Warnstreik nicht betroffen sind.

Flughafen kritisiert den Arbeitskampf als unverhältnismäßig

Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.

In der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot vorgelegt, das nach Darstellung der Gewerkschaft Entgelterhöhungen von jährlich rund einem Prozent mit einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsieht. „Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch“, teilte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler mit.

Der Warnstreik am Mittwoch ist der erste in der laufenden Tarifrunde. Die FBB kritisierte den Arbeitskampf als unverhältnismäßig, „gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage“, wie FBB-Chefin Aletta von Massenbach sagte. „Die nächste Verhandlungsrunde ist bereits fest für den 25. März angesetzt. Wir sind zuversichtlich, dass eine Einigung zustande kommt.“

© SZ/nadl - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Bus und Bahn
:Neue Streiks im Nahverkehr in Bayern, NRW und anderen Ländern

Verdi legt am Donnerstag erneut Busse und Bahnen lahm. Die Gewerkschaft will damit den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen.

SZ PlusVon Alexander Hagelüken

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: