Klimastreit ums Fliegen:Wie lange noch kurz und billig?

Lesezeit: 4 min

FOTOMONTAGE, Flugzeuge mit Kondensstreifen am Himmel

Für die Umwelt wären laut Umweltbundesamt weniger Inlandsflüge in jedem Fall ein Gewinn.

(Foto: Christian Ohde/imago images)

Die Grünen wollen Kurzstreckenflüge abschaffen, die SPD Billigangebote stoppen. Länder wie Frankreich zeigen, was praktikabel ist.

Von Markus Balser, Michael Bauchmüller, Jens Flottau und Nadia Pantel

Wie sich der Streit um den Klimaschutz im Verkehr in diesen Tagen verschärft? Andreas Scheuer bekam das gleich am Montagmorgen zu spüren. Der Verkehrsminister wollte auf einer Pressekonferenz eigentlich über einen Schienengipfel seines Ministeriums reden, über den Ausbau des Bahnnetzes in Europa. Stellung beziehen musste Scheuer dann jedoch vor allem zum Vorstoß der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Die hatte tags zuvor ein Verbot von Kurzstreckenflügen und teuren Tickets angekündigt, falls die Grünen in Regierungsverantwortung kommen. Für Scheuer ein Unding. "Ein Verbot wäre falsch", wetterte der CSU-Minister. Mobilität habe ja doch mit Freiheit zu tun, nicht mit Einschränkungen.

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