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FinCEN-Files:Millionen für den Trump-Freund

US-Präsident Donald Trump und Paul Manafort (rechts)

(Foto: Mark Reinstein/MediaPunch/IPx/AP; Bearbeitung: SZ)

Paul Manafort, der frühere Wahlkampfmanager des US-Präsidenten, stürzte über die Ermittlungen von US-Sonderermittler Mueller. Diese sind auch der Ausgangspunkt der FinCEN-Files.

Von Hannes Munzinger und Bastian Obermayer

Die letzte Verdachtsmeldung in Sachen Paul Manafort im November 2017 war kurios: Die Großbank JP Morgan Chase meldete den Kurzzeit-Wahlkampfchef von Donald Trump der US-Kontrollbehörde wegen möglicher Geldwäsche und fächerte die Aktivitäten des Mannes, seiner Firmen und seiner Geschäftspartner auf. Das Dokument liest sich wie eine Abrechnung nach mindestens zwölfjähriger Zusammenarbeit: 287 Millionen Dollar, rechneten die Banker vor, hatten sie in dieser Zeit für Manafort abgewickelt - und nun fürchteten sie, dass Teile dieser Millionen mit Verbrechen in Verbindung stehen könnten. Die Überraschung der Ermittler müsste sich allerdings in Grenzen gehalten haben: Einige Tage zuvor war in so gut wie allen großen US-Medien berichtet worden, dass Paul Manafort wegen Geldwäsche angeklagt worden war - er hatte sich in der Zwischenzeit auch bereits dem FBI gestellt.

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