bedeckt München 14°

Finanzgipfel in Dresden:G-7-Länder wollen Nepal Schulden erlassen

Earthquake Aftermath in Bungamati

9000 Menschen starben, Hunderttausende leben in Notunterkünften: Um Nepal zu helfen, wollen die G 7 Nepal Schulden erlassen.

(Foto: dpa)
  • Die Teilnehmerstaaten am G-7-Finanzgipfel zeigen sich solidarisch mit Nepal - sie wollen dem Land nach dem schweren Erdbeben die Schulden erlassen.
  • In Nepal leben immer noch Hunderttausende Menschen in Zelten und Notunterkünften.

Weitere Finanz- und Wiederaufbauhilfen geplant

Die sieben führenden Industrieländer (G 7) wollen Nepal nach dem verheerenden Erdbeben finanziell wieder auf die Beine helfen und dabei auf die Rückzahlung von Schulden verzichten. "Bei Nepal arbeiten wir daran, weitere Soforthilfemaßnahmen, noch weitere Finanz- und Wiederaufbauhilfen einschließlich eines Schuldenerlasses anzubringen", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nach Ende des G-7-Finanzgipfels in Dresden. Eine Größenordnung nannte er allerdings nicht. In Medienberichten war zuletzt von einem kurzfristigen Finanzbedarf von knapp einer halben Milliarde Dollar die Rede.

Nepal zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Große Teile des Himalaya-Landes waren Ende April von einem Erdbeben und mehreren schweren Nachbeben betroffen. Fast 9000 Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende leben seitdem in Zelten und Notunterkünften. Die G 7 reagieren mit ihrer Ankündigung offenbar auf Klagen der Vereinten Nationen und von Hilfsorganisationen, dass viel zu wenig Hilfsgelder in das notleidende Land fließen.

Auch für die Ukraine sind Hilfen geplant

Gleichzeitig betonten die Teilnehmer des Gipfels, dass man alles tun wolle, um auch der Ukraine bei der Überwindung gravierender Finanzprobleme zu helfen. Vor allem die laufenden Verhandlungen des Landes mit den Gläubigern über eine Umschuldung müssten vorangebracht werden.

© SZ.de/Reuters/pwe/kabr

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite